Samstag, 25. Mai 2013
Mittwoch, 15. Mai 2013
Mein Kuala Lumpur-Abenteuer
Wir haben nicht den besten Start, diese Stadt und ich. Am Flughafen begruessen mich streikende Bankautomaten, die mir jegliche Auszahlung verweigern. Sogar die Taxifahrer sind unfreundlich. Genervt komme ich am Hotel an und versuche der Rezeption meine missliche Lage - kein Geld - zu erklaeren und bitte sie um Hilfe bei der Loesung - Geld bekommen - meines Problems.
Auch hier werde ich nicht verstanden und mehr oder weniger auf mein Zimmer geschickt. Auf die Frage "Okay now?" antworte ich mit einem missmutigen Schulterzucken und bin total ueberfragt. Was soll ich machen? Wie und woher an Bargeld kommen? Warum funktionieren meine Karten nicht? Soll ich 2 Tage im Hotel ausharren und mir am Montag noch ein paar Scheine von Kollegen leihen, um ueberhaupt etwas zu sehen?
Deprimiert haenge ich im Zimmer. Nun bin ich allein in der fremden Fremde. So allein und so fremd, dass ich sogar meine zur Heimat gewordene Fremde vermisse. Meine geliebte Wohnung, die Soi, unser Viertel und natuerlich den geliebten J. Ich will zurueck!
Meine Gedanken werden vom Klingeln des Telefons unterbrochen- mein erster Anruf in einem Hotelzimmer! Der Rezeptionist hat wohl doch meine Laune registriert und bietet mir Hilfe an. Mit einem Fahrer schickt er mich nach eingaengiger Pruefung meiner Karten zu einer Bank. Es klappt! Sofort lasse ich mich zum Lot10, einem der tausend Shopping Center, fahren. Dort gibt es naemlich einen H&M. Tuetenweise Klamotten und stundenlanges Probieren spaeter habe ich ein schwarzes Shirt, eine weisse, fliessende Hose (mein ganzer Stolz!) und ein paar Sandalen, die ich schon am naechsten Tag durch ein anderes Paar ersetzen werde.
Meine Entdeckerfreude wird geweckt - schlimmer als noch am Mittag kann es sowieso nicht mehr werden. Ich mache Plaene fuer den naechsten Tag und ziehe mit vollem Tatendrang los. Bei den Hotelangestellten bin ich dank der Kartensache bekannt wie ein bunter Hund - offensichtlich hatten sie grosses Mitleid mit diesem ungluecklichen Haeufchen Elend in der Lobby. Sie geben mir Tipps, wie ich die Metro benutzen kann und wo ich hinfahren soll.
Die Metro ist so uebersichtlich wie man es sonst nur aus Paris kennt. Ich freue mich wie ein Kuchen und schaue aus den Fenstern. Wie anders die Stadt nun aussieht! Hell, freundlich, bunt - prunkvolle Moscheen reihen sich neben verspielte hinduistische Tempel. Die Frauen hier haben normale Masse, so dass ich mir nicht die ganze Zeit wie eine Kartoffel vorkomme. Alle sind freundlich, bieten ihre Hilfe an und wollen dafuer noch nicht einmal Geld. Jetzt bin ich verliebt.
An der Sentral Stesion steige ich aus und spaziere durch Little India. Die Schaufenster der Sarilaeden sind nett, doch ich mache mich auf den Weg zu den Petronas Towers. Mitten im Golden Triangle - damit ist das Businessviertel von KL gemeint - steige ich aus und laufe zu den Towern. Noch so was Tolles: hier kann man tatsaechlich LAUFEN! Es gibt richtige Fussgaengerwege und Fussgaengerampeln... ein Traum. Die Tower selbst beeindrucken mich da weniger. Direkt nebenan tapse ich auf der Suche nach Mittagessen in ein Shoppingcenter.
Das malayische Essen wurde mir schon im Voraus angepriesen: Lecker, lecker und vor allem abwechlungsreicher als das thailaendische Essen auf Dauer. Es ist anders und vor allem ist es viel reichhaltiger. Bisher hatte ich immer irgendwelche Nudelgerichte, weil die extrem lecker sein sollen. Schlechte Desserts machen sie auch nicht, auf dem Rueckweg hab ich mich vor die Towers gesetzt, um ein Profiteroles abzuwickeln.
Ansonsten, die Stadt selbst... Es gibt ueberall Tuerme (menaras), anscheinend darf sich jedes mehrstoeckige Gebaeude Turm nennen. Ueberall wird gebaut, vor allem weitere Tuerme sind in Arbeit. Die ganzen Baustellen, an denen ich vorbeitigere, kann ich kaum mit beiden Haenden zaehlen.
Die malayische Sprache klingt etwas hart und hat fast ein bisschen was Deutsches. Das Beste ist: lateinische Schrift! Ich kann alles lesen, was auf den Schildern steht. Manche Woerter kann man sich so ganz gut herleiten, was wirklich ein tolles Gefuehl ist.
Es ist also beschlossene Sache: KL ist mein kleines Europa in Suedostasien. Shoppingcenter an Shoppingcenter, ein ausgebautes Nahverkehrsnetz, Hochhaeuser... Trotzdem, ich muss zugeben: ich freue mich richtig auf MEIN Thailand.
Fotos kommen noch!
Auch hier werde ich nicht verstanden und mehr oder weniger auf mein Zimmer geschickt. Auf die Frage "Okay now?" antworte ich mit einem missmutigen Schulterzucken und bin total ueberfragt. Was soll ich machen? Wie und woher an Bargeld kommen? Warum funktionieren meine Karten nicht? Soll ich 2 Tage im Hotel ausharren und mir am Montag noch ein paar Scheine von Kollegen leihen, um ueberhaupt etwas zu sehen?
Deprimiert haenge ich im Zimmer. Nun bin ich allein in der fremden Fremde. So allein und so fremd, dass ich sogar meine zur Heimat gewordene Fremde vermisse. Meine geliebte Wohnung, die Soi, unser Viertel und natuerlich den geliebten J. Ich will zurueck!
Meine Gedanken werden vom Klingeln des Telefons unterbrochen- mein erster Anruf in einem Hotelzimmer! Der Rezeptionist hat wohl doch meine Laune registriert und bietet mir Hilfe an. Mit einem Fahrer schickt er mich nach eingaengiger Pruefung meiner Karten zu einer Bank. Es klappt! Sofort lasse ich mich zum Lot10, einem der tausend Shopping Center, fahren. Dort gibt es naemlich einen H&M. Tuetenweise Klamotten und stundenlanges Probieren spaeter habe ich ein schwarzes Shirt, eine weisse, fliessende Hose (mein ganzer Stolz!) und ein paar Sandalen, die ich schon am naechsten Tag durch ein anderes Paar ersetzen werde.
Meine Entdeckerfreude wird geweckt - schlimmer als noch am Mittag kann es sowieso nicht mehr werden. Ich mache Plaene fuer den naechsten Tag und ziehe mit vollem Tatendrang los. Bei den Hotelangestellten bin ich dank der Kartensache bekannt wie ein bunter Hund - offensichtlich hatten sie grosses Mitleid mit diesem ungluecklichen Haeufchen Elend in der Lobby. Sie geben mir Tipps, wie ich die Metro benutzen kann und wo ich hinfahren soll.
Die Metro ist so uebersichtlich wie man es sonst nur aus Paris kennt. Ich freue mich wie ein Kuchen und schaue aus den Fenstern. Wie anders die Stadt nun aussieht! Hell, freundlich, bunt - prunkvolle Moscheen reihen sich neben verspielte hinduistische Tempel. Die Frauen hier haben normale Masse, so dass ich mir nicht die ganze Zeit wie eine Kartoffel vorkomme. Alle sind freundlich, bieten ihre Hilfe an und wollen dafuer noch nicht einmal Geld. Jetzt bin ich verliebt.
An der Sentral Stesion steige ich aus und spaziere durch Little India. Die Schaufenster der Sarilaeden sind nett, doch ich mache mich auf den Weg zu den Petronas Towers. Mitten im Golden Triangle - damit ist das Businessviertel von KL gemeint - steige ich aus und laufe zu den Towern. Noch so was Tolles: hier kann man tatsaechlich LAUFEN! Es gibt richtige Fussgaengerwege und Fussgaengerampeln... ein Traum. Die Tower selbst beeindrucken mich da weniger. Direkt nebenan tapse ich auf der Suche nach Mittagessen in ein Shoppingcenter.
Das malayische Essen wurde mir schon im Voraus angepriesen: Lecker, lecker und vor allem abwechlungsreicher als das thailaendische Essen auf Dauer. Es ist anders und vor allem ist es viel reichhaltiger. Bisher hatte ich immer irgendwelche Nudelgerichte, weil die extrem lecker sein sollen. Schlechte Desserts machen sie auch nicht, auf dem Rueckweg hab ich mich vor die Towers gesetzt, um ein Profiteroles abzuwickeln.
Ansonsten, die Stadt selbst... Es gibt ueberall Tuerme (menaras), anscheinend darf sich jedes mehrstoeckige Gebaeude Turm nennen. Ueberall wird gebaut, vor allem weitere Tuerme sind in Arbeit. Die ganzen Baustellen, an denen ich vorbeitigere, kann ich kaum mit beiden Haenden zaehlen.
Die malayische Sprache klingt etwas hart und hat fast ein bisschen was Deutsches. Das Beste ist: lateinische Schrift! Ich kann alles lesen, was auf den Schildern steht. Manche Woerter kann man sich so ganz gut herleiten, was wirklich ein tolles Gefuehl ist.
Es ist also beschlossene Sache: KL ist mein kleines Europa in Suedostasien. Shoppingcenter an Shoppingcenter, ein ausgebautes Nahverkehrsnetz, Hochhaeuser... Trotzdem, ich muss zugeben: ich freue mich richtig auf MEIN Thailand.
Fotos kommen noch!
Sonntag, 5. Mai 2013
Go with the flow
Ihr Lieben, nein, wir sind nicht zu Hippies mutiert. Aber, ich kann euch trotzdem was verraten: Bei uns passiert zur Zeit so gut wie gar nichts. Wir wurden nicht mehr abgezockt, mussten uns ueber nichts aergern, die Mopeds sind nach einem Batterietausch beide wieder wie neu...
Wir geniessen das Leben hier, auch wenn es in den letzten zwei Wochen mit Arbeit zugepflastert war. Trotzdem waren wir oft aus, in verschiedenen Restaurants, neue Garkuechen ausprobieren, auf der Suche nach dem besten Cocktail der Stadt.
J spielt jetzt in einem Internationalen Basketballteam mit ziemlich netten Leuten von ueberall her. Ich spiele zwar nicht (nachdem ich erneut feststellen konnte, dass Ballsportarten in einem Team, in dem alle besser, schneller und groesser als ich sind, nichts fuer mich ist), aber ich gehe gerne mit essen oder was trinken oder ins Kino...
Auch das Leben im Haus hat sich ein bisschen veraendert. Pen und But, unsere Concierges, sind nach einer spontanen Kuendigung ebenso spontan wieder aufgetaucht und sind seitdem sehr offen, hilfsbereit und lustig. Ihr Baby, die kleine Ba, wird dicker und groesser und holt die paar Kilos auf, die ihr wegen der Fruehgeburt noch fehlten. Sie wird immer lebhafter und man hoert sie auch des oefteren mal kraeftig schreien, vor allem wenn sie Hunger hat. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, mache ich Fotos von ihr, damit Pen und But Erinnerungen haben (mit gerade einmal 200 Euro Gehalt im Monat hat man solche Dinge wie einen Fotoapparat nun mal nicht). Manchmal sind nachmittags alle da und wir haben eine Art Zusammenkunft vorm Haus: Unser Internationales Baby liegt dann in der Wiege und schnarcht oder bekommt deutsche Geschichten ins Ohr gefluestert, But spielt Federball, immer auf der Suche nach dem naechsten Gegner, die Amerikanerinnen stehen drumrum und lassen sich hin und wieder einspannen, Pen versorgt uns mit Mandarinen und wedelt mit einer Fliegenklatsche die Fliegen vom Babykoepfchen weg.
Ueber was sollte ich mich also hier beschweren? Ausser ueber zu viel Arbeit? Naja, daran koennt ihr auch nichts aendern und ich gerade auch nciht und ausserdem ist gerade ein langes Wochenende (Kroenungstag!)
Mein groesstes Problem zur Zeit ist es, Klamotten zu finden. Alle Shirts hier sind so weit geschnitten. Nun sind aber auch meine Hosen weit. Zum Einen, weil es Stoffhosen sind, die gar nicht so eng anliegen koennen wie ne Jeans, zum Andern, weil Kickboxen ne ganz schoene Figur macht. Stellt euch jetzt bloss nicht vor, dass ich auf einmal schlank und gutaussehend bin, das nicht, aber immerhin wurden mir meine Hosen zu gross - was ich zur Zeit doch auch ein bisschen als Nachteil betrachte. Naja. was ich eigentlich sagen wollte: weite Hose + weites Shirt = zu weit. Also soll was anderes her und ich bin immer noch auf der Suche. Falls einer Stylingvorschlaege hat - per mail an mich! Bedenkt dabei nur, dass wir quasi durchgehend 30 Grad haben und dadurch einiges rausfaellt.
Was freu ich mich auf den deutschen Herbst und bunte Blaetter und bunte Strumpfhosen und Kleider und dann einen deutschen Winter mit noch mehr Strumpfhosen und dicken Jacken und Strick und .... auf euch :)
Liebe Gruesse von unserem kleine suedostasiatischen Teil. Fuehlt euch gedrueckt!
Wir geniessen das Leben hier, auch wenn es in den letzten zwei Wochen mit Arbeit zugepflastert war. Trotzdem waren wir oft aus, in verschiedenen Restaurants, neue Garkuechen ausprobieren, auf der Suche nach dem besten Cocktail der Stadt.
J spielt jetzt in einem Internationalen Basketballteam mit ziemlich netten Leuten von ueberall her. Ich spiele zwar nicht (nachdem ich erneut feststellen konnte, dass Ballsportarten in einem Team, in dem alle besser, schneller und groesser als ich sind, nichts fuer mich ist), aber ich gehe gerne mit essen oder was trinken oder ins Kino...
Auch das Leben im Haus hat sich ein bisschen veraendert. Pen und But, unsere Concierges, sind nach einer spontanen Kuendigung ebenso spontan wieder aufgetaucht und sind seitdem sehr offen, hilfsbereit und lustig. Ihr Baby, die kleine Ba, wird dicker und groesser und holt die paar Kilos auf, die ihr wegen der Fruehgeburt noch fehlten. Sie wird immer lebhafter und man hoert sie auch des oefteren mal kraeftig schreien, vor allem wenn sie Hunger hat. Jedes Mal, wenn ich sie sehe, mache ich Fotos von ihr, damit Pen und But Erinnerungen haben (mit gerade einmal 200 Euro Gehalt im Monat hat man solche Dinge wie einen Fotoapparat nun mal nicht). Manchmal sind nachmittags alle da und wir haben eine Art Zusammenkunft vorm Haus: Unser Internationales Baby liegt dann in der Wiege und schnarcht oder bekommt deutsche Geschichten ins Ohr gefluestert, But spielt Federball, immer auf der Suche nach dem naechsten Gegner, die Amerikanerinnen stehen drumrum und lassen sich hin und wieder einspannen, Pen versorgt uns mit Mandarinen und wedelt mit einer Fliegenklatsche die Fliegen vom Babykoepfchen weg.
Ueber was sollte ich mich also hier beschweren? Ausser ueber zu viel Arbeit? Naja, daran koennt ihr auch nichts aendern und ich gerade auch nciht und ausserdem ist gerade ein langes Wochenende (Kroenungstag!)
Mein groesstes Problem zur Zeit ist es, Klamotten zu finden. Alle Shirts hier sind so weit geschnitten. Nun sind aber auch meine Hosen weit. Zum Einen, weil es Stoffhosen sind, die gar nicht so eng anliegen koennen wie ne Jeans, zum Andern, weil Kickboxen ne ganz schoene Figur macht. Stellt euch jetzt bloss nicht vor, dass ich auf einmal schlank und gutaussehend bin, das nicht, aber immerhin wurden mir meine Hosen zu gross - was ich zur Zeit doch auch ein bisschen als Nachteil betrachte. Naja. was ich eigentlich sagen wollte: weite Hose + weites Shirt = zu weit. Also soll was anderes her und ich bin immer noch auf der Suche. Falls einer Stylingvorschlaege hat - per mail an mich! Bedenkt dabei nur, dass wir quasi durchgehend 30 Grad haben und dadurch einiges rausfaellt.
Was freu ich mich auf den deutschen Herbst und bunte Blaetter und bunte Strumpfhosen und Kleider und dann einen deutschen Winter mit noch mehr Strumpfhosen und dicken Jacken und Strick und .... auf euch :)
Liebe Gruesse von unserem kleine suedostasiatischen Teil. Fuehlt euch gedrueckt!
Dienstag, 16. April 2013
Donnerstag, 11. April 2013
Heiss, heisser... und noch heisser!!!
Ich weiss, bei euch lassen Fruehling, Sonnenschein und Waerme auf sich warten.
Je heisser es bei uns wird, desto neidischer bin ich auf euern hartnaeckigen Winter!!! Mittlerweile sind 40 - 42 Grad tagsueber die Regel. Hhhhmmm, denkt ihr euch jetzt, was macht man denn da so? Naja - wenig. Man verbringt viel Zeit zuhause unter der Klimaanlage (bei uns liebevoll die "Klimi"), am Pool oder anderweitig mit suessem Nichtstun. Ich weiss, nichts entschuldigt Faulheit, aber es geht tatsaechlich nicht anders. Die Langsamkeit kehrt sozusagen in den Alltag ein. Heisst es nicht immer, dass man sein Leben entschleunigen soll, das Multitasking aufgeben soll, um ein entspannter, gluecklich-zufriedener Mensch sein zu koennen? Der Umkehrschluss waere also, dass wir gluecklich und zufrieden sind :) Ich muss zugeben: Schlecht geht es uns nicht gerade.
In den gerade vergangenen Osterferien haben wir quasi die ganze Gegend um Chiang Mai herum erkundet. Den weissen Tempel in Chiang Rai bestaunt, die Fuesse in den Mekong gehaengt, uns Drogenschmuggelgeschichten aus alten, angeblich laengst vergangenen Zeiten des Goldenen Dreiecks erzaehlen lassen, die zahlreichen Casinos am Fluss entlang bestaunt (in denen es natuerlich NUR legal zugeht) und einige Tage in Pai verbracht.
Pai ist nur "762 Kurven" von Chiang Mai entfernt und liegt etwas noerdlicher. Als "Aussteiger-Paradies" wurde es bekannt. Das oeffentliche Kiffen war strengstens erlaubt und genug Stoff muss es wohl auch gegeben haben. Heute ist das oeffentliche Kiffen strengstens untersagt und alles was es dort gibt ist ein Hotel nach dem anderen. Gross angepriesen wird die Tour rund um die Stadt, fuer die wir uns Mopeds gemietet haben. Eine Katastrophe, sag ich euch!!! Der schlimmste Ausflug!!! Nicht dass manche unter uns Unfaelle gehabt haetten, nein, die Umgebung war einfach nur Schrott. Mini-Wasserfall neben Minibruecke aus dem zweiten Weltkrieg und ein angeblich chinesisches Dorf... So ging es fast den ganzen Tag und ich war mehr als froh, als wir die Rueckfahrt zum Hotel angetreten haben. Das wiederum war richtig schoen: Putzige kleine Huetten (mit Strom und Wasser ;)), idyllisch in einem tropischen Garten gelegen, mit einem leckeren Restaurant.
Gegessen haben wir uebrigens die ganzen zwei Wochen richtig gut. Unser Klassiker, burmesisches Essen stand wieder auf der Karte (wo sonst gibt es so ein leckeres HinLay Curry OHNE zu viel Chili???). Im RiverMarket waren wir zum ersten Mal in diesen Ferien, dafuer dann gleich mehrmals. Die haben da modernes Thai-Essen in Varianten, die eben nicht alltaeglich sind. Mein Lieblingsessen dort ist der rohe Thunfisch mit Sesam und Soyasauce und Chili... das koennte ich jeden Tag essen :)
Uns gehts nicht anders als euch, die Ferien sind wieder vorbei. Obwohl... und geht es doch anders! Songkran, der wichtigste thailaendische Feiertag steht vor der Tuer. Das ist sowas wie unser Silvester und Neujahr. Nur dass es insgesamt 5 Tage dauert und man ueberall in der Stadt mit Wasser vollgespritzt wird. Mit Wasserpistolen, Eimern und was weiss ich. Manchmal wohl auch mit Farebe. Wir werden sehen ;) Da wir dann vermutlich nicht mehr mit de Mopeds fahren koennen, haben wir Wasser fuer die naechsten Tage auf Vorrat abgeschafft und hochgeschleppt. Nachher wird meine Kamera noch wasserdicht verpackt und dann gehts los!
Naechste Woche gibts Fotos. Lasst was von euch hoeren - von Neuigkeiten aus Europa kann ich nie genug bekommen.
Je heisser es bei uns wird, desto neidischer bin ich auf euern hartnaeckigen Winter!!! Mittlerweile sind 40 - 42 Grad tagsueber die Regel. Hhhhmmm, denkt ihr euch jetzt, was macht man denn da so? Naja - wenig. Man verbringt viel Zeit zuhause unter der Klimaanlage (bei uns liebevoll die "Klimi"), am Pool oder anderweitig mit suessem Nichtstun. Ich weiss, nichts entschuldigt Faulheit, aber es geht tatsaechlich nicht anders. Die Langsamkeit kehrt sozusagen in den Alltag ein. Heisst es nicht immer, dass man sein Leben entschleunigen soll, das Multitasking aufgeben soll, um ein entspannter, gluecklich-zufriedener Mensch sein zu koennen? Der Umkehrschluss waere also, dass wir gluecklich und zufrieden sind :) Ich muss zugeben: Schlecht geht es uns nicht gerade.
In den gerade vergangenen Osterferien haben wir quasi die ganze Gegend um Chiang Mai herum erkundet. Den weissen Tempel in Chiang Rai bestaunt, die Fuesse in den Mekong gehaengt, uns Drogenschmuggelgeschichten aus alten, angeblich laengst vergangenen Zeiten des Goldenen Dreiecks erzaehlen lassen, die zahlreichen Casinos am Fluss entlang bestaunt (in denen es natuerlich NUR legal zugeht) und einige Tage in Pai verbracht.
Pai ist nur "762 Kurven" von Chiang Mai entfernt und liegt etwas noerdlicher. Als "Aussteiger-Paradies" wurde es bekannt. Das oeffentliche Kiffen war strengstens erlaubt und genug Stoff muss es wohl auch gegeben haben. Heute ist das oeffentliche Kiffen strengstens untersagt und alles was es dort gibt ist ein Hotel nach dem anderen. Gross angepriesen wird die Tour rund um die Stadt, fuer die wir uns Mopeds gemietet haben. Eine Katastrophe, sag ich euch!!! Der schlimmste Ausflug!!! Nicht dass manche unter uns Unfaelle gehabt haetten, nein, die Umgebung war einfach nur Schrott. Mini-Wasserfall neben Minibruecke aus dem zweiten Weltkrieg und ein angeblich chinesisches Dorf... So ging es fast den ganzen Tag und ich war mehr als froh, als wir die Rueckfahrt zum Hotel angetreten haben. Das wiederum war richtig schoen: Putzige kleine Huetten (mit Strom und Wasser ;)), idyllisch in einem tropischen Garten gelegen, mit einem leckeren Restaurant.
Gegessen haben wir uebrigens die ganzen zwei Wochen richtig gut. Unser Klassiker, burmesisches Essen stand wieder auf der Karte (wo sonst gibt es so ein leckeres HinLay Curry OHNE zu viel Chili???). Im RiverMarket waren wir zum ersten Mal in diesen Ferien, dafuer dann gleich mehrmals. Die haben da modernes Thai-Essen in Varianten, die eben nicht alltaeglich sind. Mein Lieblingsessen dort ist der rohe Thunfisch mit Sesam und Soyasauce und Chili... das koennte ich jeden Tag essen :)
Uns gehts nicht anders als euch, die Ferien sind wieder vorbei. Obwohl... und geht es doch anders! Songkran, der wichtigste thailaendische Feiertag steht vor der Tuer. Das ist sowas wie unser Silvester und Neujahr. Nur dass es insgesamt 5 Tage dauert und man ueberall in der Stadt mit Wasser vollgespritzt wird. Mit Wasserpistolen, Eimern und was weiss ich. Manchmal wohl auch mit Farebe. Wir werden sehen ;) Da wir dann vermutlich nicht mehr mit de Mopeds fahren koennen, haben wir Wasser fuer die naechsten Tage auf Vorrat abgeschafft und hochgeschleppt. Nachher wird meine Kamera noch wasserdicht verpackt und dann gehts los!
Naechste Woche gibts Fotos. Lasst was von euch hoeren - von Neuigkeiten aus Europa kann ich nie genug bekommen.
Freitag, 29. März 2013
Confessiones
Ich weiss nicht, ob ich schon einmal erwaehnt habe, dass wir hier in CM quasi von (um es neutral auszudruecken) Religion verfolgt werden.
Wir bemuehen uns sehr, dem allen zu entgehen, doch es will einfach nicht klappen. Ironischerweise trifft sich sogar im Haus neben uns die Life Church Thailand (was auch immer das genau ist). Jeden Sonntag findet dort ein richtiggehendes Happening statt. Alle Instrumente werden ausgepackt: Schlagzeug, Gitarre, Klavier - und dann wird gemeinsam losgeschmettert. Sie haben ein paar Klassiker auf Lager, zum Beispiel ihre Halleluja-Version. Das Ganze ist so laut, dass wir uns jeden Sonntag Vormittag fuer ein paar Stunden wie mittendrin fuehlen. Der Schlagzeuger ist gar nicht mal so schlecht, manchmal legt er sogar ein kleines Solo hin.
Wir haben uns mittlerweile daran gewoehnt, ist also alles nur halb so schlimm. Fern schauen, lesen und schlafen funktionieren auch mit Happening nebenan noch ganz gut.
Gestern Abend schauten J und ich bei unseren direkten Nachbarn Adrien und Ashlie vorbei. Ihre Wohnung grenzt an die hintere Seite unserer Wohnung an, eigentlich schlafen wir Kopf an Kopf. Sie gehen morgen, ueber Kambodscha nach Nepal und kommen nicht mehr hierher zurueck. Also haben wir uns verabschiedet.
Wir kamen ins Gespaech und Ashlie fragte mich nach der Schule und danach, ob all diese Vorurteile "deutscher Vater - thai Mutter" wahr seien (sind sie) und ob mich das nicht stoerte. Ist mir egal, aber ich erzaehlte ihr, wie wir von der Religion verfolgt werden. Sie schaute mich mit grossen Augen an, leicht entsetzt, atmete tief durch: "Ich muss dir etwas beichten." "Du bist auch von der Religion?" "Nein, aber..."
Lange Rede, kurzer Sinn: Adrien und Ashlie (sowie viele unserer anderen Nachbarn) dachten seit mehreren Wochen, dass WIR (ihr lest richtig, damit sind J und ich gemeint!!!) jeden Sonntag dieses Happening veranstalten!!! WIR!!! Sie dachten sogar, wir haengen uns richtig in unseren Glauben rein und sind deshalb in der Lage, eine solche Musik zu veranstalten!!!! UND DAS UNS!!!
Deshalb hielten sie es uebrigens auch fuer angebracht, die Gespraeche mit uns im Flur oder Treppenhaus recht kurz zu halten. Nachdem das gestern aufgeklaert war, uebten sie sich auf einmal in Toleranz und versicherten, wir seien keine Freaks, sondern nur hingebungsvolle Anbeter. Wie auch immer - das Ganze brachte uns eine Einladung zu ihrer Abschiedsparty heute und zwei neue Facebookfreunde.
Sonst: Wir sind grad viel unterwegs und erkunden mit unserem Besuch die Gegend. Gestern kamen wir aus Pai zurueck. Es wird gerade immer heisser in CM. Heute morgen im 8 waren es schon 28 Grad. Unser Bad ist eine Sauna.
Viele liebe Gruesse und freut euch ueber jede Schneeflocke oder eisglatte Strasse ;)
Wir bemuehen uns sehr, dem allen zu entgehen, doch es will einfach nicht klappen. Ironischerweise trifft sich sogar im Haus neben uns die Life Church Thailand (was auch immer das genau ist). Jeden Sonntag findet dort ein richtiggehendes Happening statt. Alle Instrumente werden ausgepackt: Schlagzeug, Gitarre, Klavier - und dann wird gemeinsam losgeschmettert. Sie haben ein paar Klassiker auf Lager, zum Beispiel ihre Halleluja-Version. Das Ganze ist so laut, dass wir uns jeden Sonntag Vormittag fuer ein paar Stunden wie mittendrin fuehlen. Der Schlagzeuger ist gar nicht mal so schlecht, manchmal legt er sogar ein kleines Solo hin.
Wir haben uns mittlerweile daran gewoehnt, ist also alles nur halb so schlimm. Fern schauen, lesen und schlafen funktionieren auch mit Happening nebenan noch ganz gut.
Gestern Abend schauten J und ich bei unseren direkten Nachbarn Adrien und Ashlie vorbei. Ihre Wohnung grenzt an die hintere Seite unserer Wohnung an, eigentlich schlafen wir Kopf an Kopf. Sie gehen morgen, ueber Kambodscha nach Nepal und kommen nicht mehr hierher zurueck. Also haben wir uns verabschiedet.
Wir kamen ins Gespaech und Ashlie fragte mich nach der Schule und danach, ob all diese Vorurteile "deutscher Vater - thai Mutter" wahr seien (sind sie) und ob mich das nicht stoerte. Ist mir egal, aber ich erzaehlte ihr, wie wir von der Religion verfolgt werden. Sie schaute mich mit grossen Augen an, leicht entsetzt, atmete tief durch: "Ich muss dir etwas beichten." "Du bist auch von der Religion?" "Nein, aber..."
Lange Rede, kurzer Sinn: Adrien und Ashlie (sowie viele unserer anderen Nachbarn) dachten seit mehreren Wochen, dass WIR (ihr lest richtig, damit sind J und ich gemeint!!!) jeden Sonntag dieses Happening veranstalten!!! WIR!!! Sie dachten sogar, wir haengen uns richtig in unseren Glauben rein und sind deshalb in der Lage, eine solche Musik zu veranstalten!!!! UND DAS UNS!!!
Deshalb hielten sie es uebrigens auch fuer angebracht, die Gespraeche mit uns im Flur oder Treppenhaus recht kurz zu halten. Nachdem das gestern aufgeklaert war, uebten sie sich auf einmal in Toleranz und versicherten, wir seien keine Freaks, sondern nur hingebungsvolle Anbeter. Wie auch immer - das Ganze brachte uns eine Einladung zu ihrer Abschiedsparty heute und zwei neue Facebookfreunde.
Sonst: Wir sind grad viel unterwegs und erkunden mit unserem Besuch die Gegend. Gestern kamen wir aus Pai zurueck. Es wird gerade immer heisser in CM. Heute morgen im 8 waren es schon 28 Grad. Unser Bad ist eine Sauna.
Viele liebe Gruesse und freut euch ueber jede Schneeflocke oder eisglatte Strasse ;)
Sonntag, 17. März 2013
Thai-Style (3)
Ich will ja nicht leugnen, dass es Manches gibt, was wir von den Thais noch lernen koennen.
Dazu gehoert es, so richtig zu chillen - wo auch immer man in seiner Mittagspause ist, ein Platz fuer ein Schlaefchen gibt es immer. Bei uns in der Schule unter Kollegen beliebt: Die Liege im Erste-Hilfe-Raum. Da wir jetzt aber doch schon einige Mittagspausenunfaelle hatten, haben manche sich - um noch besser chillen zu koennen - ein BESETZT/OCCUPIED- Schild gebastelt. Wahrscheinlich, damit nur die schweren Faelle dort behandelt werden...
Auch wenn wir immer wieder unsere Europa-Rueckfaelle haben und von den banalsten Sachen und Genuessen traeumen (Baguette mit Olivenoel und Meersalz. Getrocknete Tomaten. Kaese mit Brot zum Vesper. Nudeln mit Pilzen aus der Pfanne. Ich koennte ewig weitermachen!), habe wir hier doch auch einige Lieblingsessen gefunden. Mittlerweile koennen wir einen guten gebratenen Reis von einem schlechten gebratenen Reis unterscheiden. Der gehoert aber lange nicht zu den Spitzenreitern.
Platz 1 bekommt eine nordthailaendische Suppe mit dem Namen Kao Soi. Sie besteht aus einer Curry-Bruehe, in der man gelbe Nudeln (bammi luang) und einen zarten, satfigen Haehnchenschenkel findet. Nach Geschmack fuegt man eingelegtes thailaendisches Sauerkraut, rote Zwiebeln, Chilli, Knoblauch und Koriander hinzu. Jaaaaaaaammi!
Ueber Platz 2 koennen wir lebhafte Diskussionen fuehren:
J stimmt fuer ein gutes Suki. Was das ist, fragt ihr euch? Hhhhhmmm...Glasnudeln, Eier druebergeschlagen, Bohnengemuese, Koriander, Huehnchen... mit eben dieser Sukisauce... Echt schwer zu beschreiben!
Ich stimme fuer in Honig geroestetes Schwein, mit Reis und Gemuese. Man bekommt dazu auch immer eine wuerzige Suppe - perfektes Essen!
Auf Platz drei sind mehrere Sachen, die wir staendig essen und von denen wir (noch) nicht die Schnauze voll haben: gebratener Reis, Huehnchen mit Reis, Curry in verschiedenen Varianten...
Kochen lernen steht auf unserer To-Do-Liste. Wenn ihr Glueck habt, werdet ihr mal eingeladen :)
Dass man von den Thais auch lernen kann, wie freundlich man Leute abziehen und um Geld betruegen kann, wisst ihr ja schon. Aber davon, wie einfach man eine Beziehung beenden und wieder neu starten kann, wisst ihr noch nichts.
Als Farang eine Thai zu bekommen ist schon mal nicht besonders schwer. Wenn dieser erste Schritt geschafft ist, fuehrt man sie aus, laedt sie ein, man versteht sich wahrscheinlich sogar ganz gut. Gleichzeitig sucht die schlaue Thai aber nach einem Farang, der ihr ein bisschen mehr bieten kann. Mehr Geld, ein groesseres Haus, Arbeit fuer sich und ihre Familie... Ist ein solcher Mann gefunden, beendet man die "alte" Beziehung ganz einfach: man meldet sich einfach nicht mehr. Nun laeuft es also in der neuen Beziehung nicht und es stellt sich raus, dass da auch nicht mehr Geld ist. Also, logisch: Zurueck zu dem Alten. Man geht aus, laesst sich einladen, versteht sich auch ganz gut, verbringt Zeit miteinander... Da kann man doch nach zwei Wochen auf die Ideen kommen, bei ihm einziehen zu wollen, oder? Bietet sich ja an. Die Thai spart sich Miete bzw. natuerlich kann sie ihm auch ihr Haus fuer einen billigen Preis vermieten. Nun stellt dieser bloede Auslaneder sich aber quer und moechte auf Teufel komm raus nicht seinen Hausschluessel rausruecken oder sie alleine im Haus lassen. Die Suche geht weiter. Hals ueber Kopf "zieht sie aus" und bleibt vom Erdboden verschluckt. Bis der Neue-Neue auf die Idee kommt, dem Alten die Hoelle heissmachen zu wollen... Und so geht es weiter, diese Folge von Verbotene Liebe Nummer 8735. Ich bleibe dran und berichte euch - vielleicht gibt es noch ein Happy End???
Dazu gehoert es, so richtig zu chillen - wo auch immer man in seiner Mittagspause ist, ein Platz fuer ein Schlaefchen gibt es immer. Bei uns in der Schule unter Kollegen beliebt: Die Liege im Erste-Hilfe-Raum. Da wir jetzt aber doch schon einige Mittagspausenunfaelle hatten, haben manche sich - um noch besser chillen zu koennen - ein BESETZT/OCCUPIED- Schild gebastelt. Wahrscheinlich, damit nur die schweren Faelle dort behandelt werden...
Auch wenn wir immer wieder unsere Europa-Rueckfaelle haben und von den banalsten Sachen und Genuessen traeumen (Baguette mit Olivenoel und Meersalz. Getrocknete Tomaten. Kaese mit Brot zum Vesper. Nudeln mit Pilzen aus der Pfanne. Ich koennte ewig weitermachen!), habe wir hier doch auch einige Lieblingsessen gefunden. Mittlerweile koennen wir einen guten gebratenen Reis von einem schlechten gebratenen Reis unterscheiden. Der gehoert aber lange nicht zu den Spitzenreitern.
Platz 1 bekommt eine nordthailaendische Suppe mit dem Namen Kao Soi. Sie besteht aus einer Curry-Bruehe, in der man gelbe Nudeln (bammi luang) und einen zarten, satfigen Haehnchenschenkel findet. Nach Geschmack fuegt man eingelegtes thailaendisches Sauerkraut, rote Zwiebeln, Chilli, Knoblauch und Koriander hinzu. Jaaaaaaaammi!
Ueber Platz 2 koennen wir lebhafte Diskussionen fuehren:
J stimmt fuer ein gutes Suki. Was das ist, fragt ihr euch? Hhhhhmmm...Glasnudeln, Eier druebergeschlagen, Bohnengemuese, Koriander, Huehnchen... mit eben dieser Sukisauce... Echt schwer zu beschreiben!
Ich stimme fuer in Honig geroestetes Schwein, mit Reis und Gemuese. Man bekommt dazu auch immer eine wuerzige Suppe - perfektes Essen!
Auf Platz drei sind mehrere Sachen, die wir staendig essen und von denen wir (noch) nicht die Schnauze voll haben: gebratener Reis, Huehnchen mit Reis, Curry in verschiedenen Varianten...
Kochen lernen steht auf unserer To-Do-Liste. Wenn ihr Glueck habt, werdet ihr mal eingeladen :)
Dass man von den Thais auch lernen kann, wie freundlich man Leute abziehen und um Geld betruegen kann, wisst ihr ja schon. Aber davon, wie einfach man eine Beziehung beenden und wieder neu starten kann, wisst ihr noch nichts.
Als Farang eine Thai zu bekommen ist schon mal nicht besonders schwer. Wenn dieser erste Schritt geschafft ist, fuehrt man sie aus, laedt sie ein, man versteht sich wahrscheinlich sogar ganz gut. Gleichzeitig sucht die schlaue Thai aber nach einem Farang, der ihr ein bisschen mehr bieten kann. Mehr Geld, ein groesseres Haus, Arbeit fuer sich und ihre Familie... Ist ein solcher Mann gefunden, beendet man die "alte" Beziehung ganz einfach: man meldet sich einfach nicht mehr. Nun laeuft es also in der neuen Beziehung nicht und es stellt sich raus, dass da auch nicht mehr Geld ist. Also, logisch: Zurueck zu dem Alten. Man geht aus, laesst sich einladen, versteht sich auch ganz gut, verbringt Zeit miteinander... Da kann man doch nach zwei Wochen auf die Ideen kommen, bei ihm einziehen zu wollen, oder? Bietet sich ja an. Die Thai spart sich Miete bzw. natuerlich kann sie ihm auch ihr Haus fuer einen billigen Preis vermieten. Nun stellt dieser bloede Auslaneder sich aber quer und moechte auf Teufel komm raus nicht seinen Hausschluessel rausruecken oder sie alleine im Haus lassen. Die Suche geht weiter. Hals ueber Kopf "zieht sie aus" und bleibt vom Erdboden verschluckt. Bis der Neue-Neue auf die Idee kommt, dem Alten die Hoelle heissmachen zu wollen... Und so geht es weiter, diese Folge von Verbotene Liebe Nummer 8735. Ich bleibe dran und berichte euch - vielleicht gibt es noch ein Happy End???
Samstag, 9. März 2013
That's the definition of...
... being fucked in the third world.
Man sollte es ja manchmal nicht glauben, was uns hier so jeden Tag passiert.
Wir reden Thai und die Leute verstehen uns einfach nicht. Obwohl wir alles regelkonform aussprechen und betonen, werden wir angeschaut wie ein Auto. J kann ja mittlerweile auch lesen und schreiben, also schreibt er das entsprechende Wort auf. Dieses Wort wird dann auf einmal genau gleich ausgesprochen und betont und vor allem endlich verstanden.
Wir gehen zum Frisör (neben einem Supermarkt für Farangs), nehmen Platz, J neben mir. Auf einmal höre ich schon den Rasierer summen, während meine Haare noch mit Wasser besprüht werden. Im nächsten Moment fällt meine halbe Haarpracht neben mir auf den Boden - still und heimlich hat der Gute die Schere gezückt. Das Ergebnis: Wir haben beide viiiel kürzere Haare als wir wollten (vor allem ich). Ganz schlimm sehen wir aber auch nicht aus, aber ich kann euch sagen: Uns führt es nur noch zu den teuersten Frisören der Stadt.
Erinnert ihr euch an die Klassenfahrt? Ein Mädchen sprang kurzfristig ab (was in Deutschland ja auch gar nicht möglich wäre), auf jeden Fall hätten wir noch 30% zurückbekommen sollen. Während der Klassenfahrt hat sich mein Kollege ein bisschen mit unserem Tourplaner angelegt (und zwar völlig zu Recht in deutschen Verhältnissen gedacht - in Thaiverhältnissen hätte das allerding nur Lächeln und Nicken bedeutet). Also versuche ich erst, das Thema einfach vergessen zu lassen, mein Kollege lässt nicht locker, also telefoniere ich unserem Planer hinterher. Er ruft zurück: "Nee, das Geld könnt ihr vergessen. Der war nicht freundlich und ich verdiene wenig, ihr verdient schon". Ob erklären, schimpfen, vernünftig mit ihm reden was bringt? Die Antwort könnt ihr euch denken.
J hat Thaiunterricht bei Kruuh Kung. Sein Trip nach Laos kam ihm dazwischen, in der nächsten Woche eine Vertretungsstunde (für mich, wegen meiner Grippe) und seine eigene Grippe. Macht normalerweise überhaupt nichts, man kann absagen und die Stunden im nächsten Monat nachholen. Normalerweise. Bei J ist das natürlich nicht so, der muss die ausgefallenen Stunden zahlen. Das Ergebnis: Er hört jetzt ebenfalls auf mit Thai und wir machen gemeinsam einen Onlinekurs. Den lädt man sich einmal für 70 Euro runter und hat ihn dann, wann immer man möchte, ohne dass er noch mehr Geld von uns will.
Leute, wir werden nur gerippt. Es ist echt zum Haare raufen, Mäuse melken, ... - sucht euch was aus. Ja, wir gewöhnen uns daran und regen uns auch nicht mehr stundenlang auf, aber ich sag euch: Es macht keinen Spaß!
Ich will es ja nicht nur schlecht reden, es gibt Sachen, die Spaß machen: Wir waren Elefantenreiten und Raften. So richtig mit Stromschnellen und von einer Seite auf die andere springen. "Unseren" Elefanten haben wir Süßer Schatz getauft. Süßer Schatz war verfressen und hat die ganze Zeit seinen Rüssel zu uns nach oben gestreckt, um noch mehr Bananen zu bekommen. Bis die Bananen alle waren ;)
Man sollte es ja manchmal nicht glauben, was uns hier so jeden Tag passiert.
Wir reden Thai und die Leute verstehen uns einfach nicht. Obwohl wir alles regelkonform aussprechen und betonen, werden wir angeschaut wie ein Auto. J kann ja mittlerweile auch lesen und schreiben, also schreibt er das entsprechende Wort auf. Dieses Wort wird dann auf einmal genau gleich ausgesprochen und betont und vor allem endlich verstanden.
Wir gehen zum Frisör (neben einem Supermarkt für Farangs), nehmen Platz, J neben mir. Auf einmal höre ich schon den Rasierer summen, während meine Haare noch mit Wasser besprüht werden. Im nächsten Moment fällt meine halbe Haarpracht neben mir auf den Boden - still und heimlich hat der Gute die Schere gezückt. Das Ergebnis: Wir haben beide viiiel kürzere Haare als wir wollten (vor allem ich). Ganz schlimm sehen wir aber auch nicht aus, aber ich kann euch sagen: Uns führt es nur noch zu den teuersten Frisören der Stadt.
Erinnert ihr euch an die Klassenfahrt? Ein Mädchen sprang kurzfristig ab (was in Deutschland ja auch gar nicht möglich wäre), auf jeden Fall hätten wir noch 30% zurückbekommen sollen. Während der Klassenfahrt hat sich mein Kollege ein bisschen mit unserem Tourplaner angelegt (und zwar völlig zu Recht in deutschen Verhältnissen gedacht - in Thaiverhältnissen hätte das allerding nur Lächeln und Nicken bedeutet). Also versuche ich erst, das Thema einfach vergessen zu lassen, mein Kollege lässt nicht locker, also telefoniere ich unserem Planer hinterher. Er ruft zurück: "Nee, das Geld könnt ihr vergessen. Der war nicht freundlich und ich verdiene wenig, ihr verdient schon". Ob erklären, schimpfen, vernünftig mit ihm reden was bringt? Die Antwort könnt ihr euch denken.
J hat Thaiunterricht bei Kruuh Kung. Sein Trip nach Laos kam ihm dazwischen, in der nächsten Woche eine Vertretungsstunde (für mich, wegen meiner Grippe) und seine eigene Grippe. Macht normalerweise überhaupt nichts, man kann absagen und die Stunden im nächsten Monat nachholen. Normalerweise. Bei J ist das natürlich nicht so, der muss die ausgefallenen Stunden zahlen. Das Ergebnis: Er hört jetzt ebenfalls auf mit Thai und wir machen gemeinsam einen Onlinekurs. Den lädt man sich einmal für 70 Euro runter und hat ihn dann, wann immer man möchte, ohne dass er noch mehr Geld von uns will.
Leute, wir werden nur gerippt. Es ist echt zum Haare raufen, Mäuse melken, ... - sucht euch was aus. Ja, wir gewöhnen uns daran und regen uns auch nicht mehr stundenlang auf, aber ich sag euch: Es macht keinen Spaß!
Ich will es ja nicht nur schlecht reden, es gibt Sachen, die Spaß machen: Wir waren Elefantenreiten und Raften. So richtig mit Stromschnellen und von einer Seite auf die andere springen. "Unseren" Elefanten haben wir Süßer Schatz getauft. Süßer Schatz war verfressen und hat die ganze Zeit seinen Rüssel zu uns nach oben gestreckt, um noch mehr Bananen zu bekommen. Bis die Bananen alle waren ;)
Sonntag, 17. Februar 2013
Chaos in Laos ... und in Chiang Dao
Die letzte Woche hielt mehrere Ueberraschungen und out-of-town-trips fuer uns bereit.
J musste nach Laos, um sein Visum zu aendern (viel zu kompliziert, um euch das zu erklaeren, aber wer denkt, die Deutschen seien buerokratisch und legten ihren Zuwanderern Steine in den Weg, die sollen doch mal hierher kommen). Ueber Nacht hin, Probleme beim Grenzuebretritt und als er endlich auf der Botschaft war, fehlten ihm drei Dokumente. Wie auch immer, am naechsten Tag konnte das geklaert werden und er konnte sich mit allen moeglichen expat-Gespenstern beschaeftigen, die sich auch in VienTian rumtrieben. So zum Beispiel O, das australische Herzblatt meiner Mallehrerin, 22. Was auch immer dieser Typ in seinen jungen Jahren verbrochen hat - irgendwas haelt ihn hier zwischen Thailand und Laos fest, wo er je nach aktuellem Visum wohnt. Besonders geren berichtet er von illegalen Grenzuebertritten und aktuellen girlfriends und ihrem Ablaufdatum. Warum dann meine Mallehrerin auf ihn steht? Vielleicht hat er Geld?
Waehrenddessen war ich zur Klassenfahrt in Chiang Dao, nicht weit weg von Chiang Mai. Mit unseren 15 braven Kindern lief alles problemlos und machte sogar Spass. Ich haette vorher mal wissen sollen, dass die thailaendische SIM in Laos nicht funktioniert, denn laenger als einen Tag nichts von J zu hoeren hat mich doch in immense Panik versetzt. Trekking (uebrigens, Leute, nachdem es auch bei diesem Trek ewige Zeiten nur bergauf ging, ich kann euch versichern: das war mein letzter Trek! Keine Lust mehr!) und Kayakfahren haben mich abgelenkt. Beim Kayakfahren war ich ziemlich ueberrascht, dass es sich als richtige Arbeit herausstellte und sogar die Kinder selbst paddeln mussten ;)
Donnerstagmittag haben wir uns wieder in Chiang Mai eingefunden. Seit unserer Ankunft drehte sich alles nur um mich - eine heftige Grippe hat mich erwischt und was am Donnerstag noch harmloses Fieber war hat uns die Freitagnacht ziemlich auf Trab gehalten (um es positiv zu formulieren. Man koennte auch sagen; wir waren in der Fieberhoelle). Am Samstag im Krankenhaus (nur um zum Arzt zu gehen, keine Sorge) wurde dann ein Influenza A - Virus festgestellt und jetzt bin ich eine Woche zum Zwangsurlaub zuhause. Das Fieber hat aufgehoert, wie ihr hier seht, wackelig bin ich noch auf den Beinen und muss mich alle naselang umziehen, aber ich waere natuerlich viel lieber in der Schule. Krank alleine zuhause OHNE Fernseher - laaaaaaaaaangweilig!!!
J musste nach Laos, um sein Visum zu aendern (viel zu kompliziert, um euch das zu erklaeren, aber wer denkt, die Deutschen seien buerokratisch und legten ihren Zuwanderern Steine in den Weg, die sollen doch mal hierher kommen). Ueber Nacht hin, Probleme beim Grenzuebretritt und als er endlich auf der Botschaft war, fehlten ihm drei Dokumente. Wie auch immer, am naechsten Tag konnte das geklaert werden und er konnte sich mit allen moeglichen expat-Gespenstern beschaeftigen, die sich auch in VienTian rumtrieben. So zum Beispiel O, das australische Herzblatt meiner Mallehrerin, 22. Was auch immer dieser Typ in seinen jungen Jahren verbrochen hat - irgendwas haelt ihn hier zwischen Thailand und Laos fest, wo er je nach aktuellem Visum wohnt. Besonders geren berichtet er von illegalen Grenzuebertritten und aktuellen girlfriends und ihrem Ablaufdatum. Warum dann meine Mallehrerin auf ihn steht? Vielleicht hat er Geld?
Waehrenddessen war ich zur Klassenfahrt in Chiang Dao, nicht weit weg von Chiang Mai. Mit unseren 15 braven Kindern lief alles problemlos und machte sogar Spass. Ich haette vorher mal wissen sollen, dass die thailaendische SIM in Laos nicht funktioniert, denn laenger als einen Tag nichts von J zu hoeren hat mich doch in immense Panik versetzt. Trekking (uebrigens, Leute, nachdem es auch bei diesem Trek ewige Zeiten nur bergauf ging, ich kann euch versichern: das war mein letzter Trek! Keine Lust mehr!) und Kayakfahren haben mich abgelenkt. Beim Kayakfahren war ich ziemlich ueberrascht, dass es sich als richtige Arbeit herausstellte und sogar die Kinder selbst paddeln mussten ;)
Donnerstagmittag haben wir uns wieder in Chiang Mai eingefunden. Seit unserer Ankunft drehte sich alles nur um mich - eine heftige Grippe hat mich erwischt und was am Donnerstag noch harmloses Fieber war hat uns die Freitagnacht ziemlich auf Trab gehalten (um es positiv zu formulieren. Man koennte auch sagen; wir waren in der Fieberhoelle). Am Samstag im Krankenhaus (nur um zum Arzt zu gehen, keine Sorge) wurde dann ein Influenza A - Virus festgestellt und jetzt bin ich eine Woche zum Zwangsurlaub zuhause. Das Fieber hat aufgehoert, wie ihr hier seht, wackelig bin ich noch auf den Beinen und muss mich alle naselang umziehen, aber ich waere natuerlich viel lieber in der Schule. Krank alleine zuhause OHNE Fernseher - laaaaaaaaaangweilig!!!
Mittwoch, 6. Februar 2013
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